Geschichte

Tradition und Moderne – Die Sängerschaft

Neben Burschenschaften und Corps stellen innerhalb des national-freiheitlichem Studentenwesen die Sängerschaften die dritte große Säule der Studentenverbindungen. Hierbei blicken wir Sängerschafter auf eine beinah 200-jährige Tradition zurück. Erste Gründungen gab es 1822 in Breslau und Leipzig sowie 1828 in Jena. Und noch viele würden folgen. Als eine junge Sängerschaft gründeten wir Nibelungen uns erst 1960, sind aber trotz des jungen Alters eine bedeutende und wichtige Sängerschaft innerhalb unseres Dachverbandes, des Vertretertags akademischer Korporationen (VtaK), und der Weimarer Interessensgemeinschaft deutscher Sängerschafter (WIG).

Schon im Jahr 1958 reichte Dipl.-Ing. Franz Langenecker, AH der US! Barden zu Wien (früher AH der Technisch Akademischen S! Nibelungen Wien), eigentlich ohne Absprache mit dem Linzer VAS bei der Polizeidirektion Linz von ihm verfasste ganz kurze Satzungen ein. Er rief die AH-Obmänner der ehemaligen österreichischen S!S! und ihm persönlich bekannte VAS-Mitglieder am 19. März 1960 zur Gründungsversammlung der Linzer S! zusammen. Damit gilt dieses Datum also als Gründungsdatum der Akademischen Sängerschaft Nibelungen zu Linz. Erster Obmann war AH Dipl.-Ing. Hübscher, wobei es ausdrücklich hieß, dass noch keine Werbung zu betreiben und die Tätigkeit dieser S! auf die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zu beschränken sei.

Als im Jahr 1965 die Eröffnung der  Johannes-Kepler-Universität unmittelbar bevorstand, wurde an alle Mitglieder der österreichischen S!S! ein Brief mit Beitrittserklärung gesandt, der verhältnismäßig guten Erfolg hatte. Bei einer im Frühsommer 1966 einberufenen Vollversammlung des nunmehr vollständigen Vereins wurde der Name, die Farben, der Zirkel und sonstige Abzeichen beschlossen, außerdem klargestellt, dass die neuen Linzer Nibelungen die Tradition der ehemaligen Wiener Nibelungen nicht fortzuführen haben und AH Dipl.-Ing. Meloun zum neuen AHX gewählt. Mit in Oberösterreich beheimateten und Studenten anderer Universitäten konnte der erste Aktivenbetrieb in Linz aufgenommen werden. Der erste Obmann arbeitete mit großem Fleiß und Einsatz, sodass eine Bude gemietet werden konnten. Bei der offiziellen Eröffnung der Universität waren jedenfalls schon schwarze Mützen dabei und am 1. Oktober 1966 konnte ein Festkommers abgehalten werden, der alle Ansprüche erfüllte. Von da an gab es ein richtiges Couleurleben mit mehrmaligem Budenwechsel, Heranwachsen einer vergleichsweise zahlreichen Aktivitas. Es wird seit einigen Jahren regelmäßig gepaukt und es wurden auch einige Partien geschlagen. Die Nibelungen nahmen an allen Veranstaltungen der DS teil, von der wir uns mit den meisten S!S! Österreichs wieder trennen mussten. Bei der WIG sind wir seit Beginn dabei.